Hundeeis

Hundeeis: Köstlicher und unbedenklicher Sommer-Schleckspaß selbst gemacht

Hundeeis ist für unsere Vierbeiner ein erfrischender Sommersnack. So manches Frauli oder Herrli teilt gerne die eigene Tüte mit Rexi und Co. Aber Vorsicht: In immer mehr Speiseeissorten findet sich Birkenzucker (Xylit) – eine hochgiftige Substanz für unsere Vierbeiner.

Diese kalorienarme Zuckeralternative wird mittlerweile in einigen Fertigeissorten aus dem Supermarkt wie auch in Eissalons verwendet. Schon wenige Gramm Xylit können für Hunde lebensbedrohlich, im schlimmsten Fall gar tödlich sein.

warnt Eva Persy, Leiterin der Tierschutzombudsstelle Wien. 100 Gramm Eis enthalten etwa 25 Gramm Zucker. Wird dieser durch Birkenzucker ersetzt, bleibt die Menge gleich. Bereits 0,1 Gramm Xylit pro Kilogramm Körpergewicht können beim Hund Vergiftungserscheinungen auslösen.

Das heißt, dass ein Hund mit einem Gewicht von 12 Kilogramm wie zum Beispiel ein Beagle oder ein Cocker Spaniel bereits von einem Teelöffel Eis mit Birkenzucker vergiftet werden kann.

verdeutlicht Eva Persy die Gefahr. Die Folgen des Verzehrs der gefährlichen Substanz reichen bei den Tieren von Krämpfen, Erbrechen, Mattigkeit oder gar Bewusstlosigkeit bis hin zu Leberversagen. Andere Inhaltsstoffe wie Milchzucker oder Schokolade, die von Hunden ebenfalls nicht gut vertragen werden, können die Situation zusätzlich verschlimmern.

Hundeeis Rezept

Wer nicht auf den kühlen Schleckspaß für den vierbeinigen Gefährten verzichten möchte, dem empfiehlt die Tierschutzombudsstelle Wien, das Eis ganz einfach selbst herzustellen. „So haben Sie die Sicherheit, dass wirklich nur Zutaten enthalten sind, die Ihrem Hund nicht schaden können, sondern einfach nur gut schmecken“, so Eva Persy. Sie benötigen dafür:

  1. 2 EL Magertopfen oder Hüttenkäs
  2. 1/4 zerquetschte Banane oder Wassermelone
  3. Etwas Leinöl
  4. Etwas Honig

Die Zutaten gut durchmischen und in einem für den Hund geeignete Behältnis einfrieren. Hier eignen sich zum Beispiel robuste, befüllbare Schleckspielzeuge, Muffinförmchen oder auch Staberleis-Behälter. „Wichtig ist, dass der Hund das Eis nur unter Aufsicht verzehrt, um zu vermeiden, dass Staberl oder Förmchen mitgegessen werden“, betont Persy. Idealerweise bekommt der Hund das Eis am Balkon oder im Garten. „Wer einmal einem Hund beim Eisschlecken zugeschaut hat, wird wissen, warum das besser nicht am hübschen Wohnzimmer-Teppich passieren sollte.“

Wem der Aufwand zu groß ist, der kann auch auf Fertigprodukte speziell für Vierbeiner zurückgreifen. Es gibt mittlerweile einige Hundefuttermarken, die Hundeeis im Sortiment haben.

Foto TOW/Kley

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.